SONDERAUSSTELLUNG FRIEDRICH SPEE


03. Oktober bis

31. Dezember 2026

03. 10. 2026 um 11:00 Uhr

Eröffnung mit Kuratorenführung
Nur Museumseintritt
Keine Anmeldung erforderlich

Leihgeber & Kurator: R. G. Stefan
Pivatsammlung:
Amrai Hoischen-Ralf G. Stefan

Weitere Leihgeber:

Museum Burg Linn

Friedrich Spee Gesellschaft Düsseldorf

12. November 2026 um 17:30 Uhr
Kuratorenführung
(Eingang über den Ziegelhof)

12. November 2026 um 19:00 Uhr
Spee Abend ACAT LUXEMBOURG:
Buchvorstellung, Vortrag & Musik

ACAT LUXEMBOURG

Beide Veranstaltungen sind kostenlos. Um eine Spende für ACAT wird gebeten. Keine Anmeldung erforderlich.

täglich geöffnet 10:00-17:00 Uhr

Bitte beachten Sie die aktuellen Winteröffnungszeiten der Tourist Information Xanten

Geschlossen am

24.| 25.| 31. Dezember 2026

und am 1. Januar 2027

 

Zivilcourage und Gotteslob

Ein Leben im 17. Jahrhundert

Das Themenjahr FREIHEIT 2025/26 des Museumsnetzwerks Rhein-Maas mit über 50 Veranstaltungsformaten für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte geht zu Ende. Die Verantwortung sich dafür beständig einzusetzen bleibt. Sowie an diejenigen zu erinnern, die sich in der Vergangenheit für diese Werte eingesetzt haben.

HEXEN-ANWALT | FOLTERGEGNER | LIEDERDICHTER

Die letzte Sonderausstellung im SiegfriedMuseum in diesem Jahr widmet sich dem Hexenanwalt, Foltergegner und Liederdichter Friedrich Spee (1591-1635). Seit seiner bahnbrechenden Anklageschrift (Cautio Criminalis) gegen den Hexenwahn und für die Abschaffung der Folter gilt Spee als „Anwalt der Menschenrechte“. Sein Mitgefühl mit den Angeklagten und sein Aufbegehren gegen kirchliche Praxis und staatliche Prozessverfahren zeugt von Zivilcourage und tiefem Glauben. Spees juristisch und moraltheologisch basierte Forderungen wirken bis in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 hinein.

SEELSORGER | PÄDAGOGE | JESIUT

„Es gibt keine Rechtfertigung für Folter!“ Auch nicht in Krisenzeiten, in denen Ängste und Verschwörungstheorien gleichgut gedeihen. Zu Spees Lebzeiten wütete der Dreißigjährige Krieg. Die kleine Eiszeit vernichtete Ernten und brachte noch mehr Hunger. Seuchen hatten leichtes Spiel. Der schwarze Tod forderte seine Opfer, zu denen auch Spee im Alter von 44 Jahren gehörte. Als Seelsorger in Lazaretten und Gefängnissen war er Tod und Leiden ganz nah. Inneren Trost fand er in seinen feinsinnigen Liedern mit ihren eindringlichen Texten, die heute noch vor allem in der Weihnachtszeit gesungen werden.

MORALTHEOLOGE | LEHRER | MENSCH

Die Ausstellung möchte einen Blick auf das Leben des Menschen Friedrich Spee, seine Zeit, seine Werke und auf die geistigen Mitstreiter und Gegner werfen. Dazu werden zahlreiche Unikate, Briefe, Urkunden und seltene Bücher gezeigt; Raritäten, die bisher in keiner anderen Bibliothek nachgewiesen werden konnten.

 

Download: Einladung Spee 03.10. 2026

12. November 2026 | 17:30 Uhr & 19:00 Uhr
Kuratorenführung & Spee-Abend mit ACAT LUXEMBOURG

Programm zum Download: 1_O HEILAND REISS DIE HIMMEL AUF_Xanten

 

Seit 1985 engagiert sich ACAT Luxembourg gegen Folter und für die Abschaffung der Todesstrafe. Die Abkürzung steht für „Actions des Chrétiens pour l‘Abolition de la Torture“ einem Bündnis, das 1974 in Paris gegründet wurde.

Mittlerweile setzt sich ein internationales Netzwerk konfessionsübergreifend für die Einhaltung der Menschenrechte ein.

Vorbild und Quelle der Inspiration für diesen Einsatz ist Friedrich Spee, dem ACAT LUXEMBOURG anlässlich des 40jährigen Bestehens des Aktionsbündnisses eine Festschrift gewidmet hat.

Auf einer Reise nach Köln und Xanten stellen die Mitglieder von ACAT ihre Arbeit und das Spee-Buch vor. Der ACAT-Chor begleitet die Veranstaltung mit Speeliedern. Der Eintritt ist frei. Spenden für die Arbeit von ACAT sind herzlich willkommen. Es ist keine Anmeldung erforderlich.