LESUNG &

Signierstunde

18.01.2026

11:00 -12:30 Uhr

(Einlass ab 10:30 Uhr über die Tourist Information wegen der verkürzten Winteröffnungszeiten)

mit Florian Schäfer

Forgotten Creatures
 

In der Reihe
„Kulturhäppchen“
bietet das
SiegfriedMuseum
an verschiedenen
Sonn- und Feiertagen
exklusive Kulturhäppchen
zwischen Brunch und Torte an.

 

Keine Anmeldung erforderlich
Kostenlos
Nur Museumseintritt

Spenden sind willkommen,
denn der Zwergenkönig Alberich
soll demnächst die Schätze im
SiegfriedMuseum hüten.

 

 

Florian Schäfer entwirft eigens für die Schatzkammer eine Alberichfigur, die dauerhaft ausgestellt werden soll.

 

Da das sagenhafte Rheingold bis heute verschwunden ist, sind wir auf Spenden angewiesen und freuen uns über jede Unterstützung.

 

Auszug der Fabelwesen

Das neue Jahr startet fabelhaft mit Florian Schäfer, der bereits vor einigen Jahren mit seinen „Hausgeistern“ zu Gast im Museum war.


 

Seit vielen Jahren begibt sich Autor und Sagenforscher Florian Schäfer mit seinem Projekt „Forgotten Creatures“ auf die Spuren europäischer Sagengestalten. Dabei verknüpft er historische Forschung mit Fantasie und schreibt sowohl Sachbücher als auch historische Fantasy-Romane.

 

Buchvorstellung und Signierstunde

Anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Romans „Aufstand der Fabelwesen“ lädt das SiegfriedMuseum Xanten zu einem sagenhaften Kulturhäppchen ein: In Frack und Zylinder entführt Schäfer das Publikum in einer szenischen Lesung auf die Suche nach den verschollenen Zwergen und ihrem geheimnisvollen König Alberich.


GESCHLOSSEN VOM

24.12.25 – 01.01.2026
Ab dem 02.01.26
Sind wir wieder
für Sie da.

 
 

Winteröffnungszeiten
Sonntags
11:00 -16:00 Uhr
Januar,Februar
und März

EINTRITT FREI WEGEN

SANIERUNGSARBEITEN

08.12.25 – 11.01.2026

Aufgrund von Sanierungsarbeiten sind die untere Etage
und der Aufzug zurzeit gesperrt.

Der Eintritt ist frei!

Wir danken für Ihr Verständnis und wünsche frohe Feiertage!


FINISSAGE

30.11.2025

Wanderausstellung des

MiQua LVR-Jüdisches Museum im archäologischen Quartier Köln

 

LESUNG

30.11.2025
14:00-16:00 Uhr
mit Pause
Kostenlos
Keine Anmeldung erforderlich

 

 

Alle Zitate aus:

 

Paul Glaser:
Die Tänzerin
von Auschwitz

 

 
Aufbauverlag

 

 
 

Roosje Glaser Foundation

Roosje Glaser Foundation Archiv

Alle Fotos © Paul Glaser

 

 
 

Die unglaubliche Lebensgeschichte einer unbeugsamen jüdischen Frau, die sich wortwörtlich durchs Leben tanzt, steht an diesem Tag im Mittelpunkt. Aufgeschrieben und 2015 als Buch erschienen, setzt der Autor Paul Glaser seiner Tante Roosje ein literarisches Denkmal, das zum Bestseller wurde.

„…Behalte es für dich. Sonst wird man es früher oder später gegen dich verwenden.“

Das beharrliche Schweigen des Vaters und sein offensichtliches Unbehagen, wenn es in Gesprächen am Familientisch um die eigene Vergangenheit und den letzten Weltkrieg ging, lässt in dem jungen Paul Glaser einen Verdacht aufkeimen. Nachdem Glaser das gut gehütetes Familiengeheimnis immer wieder beiseiteschiebt, stößt er zufällig im Vernichtungslager Auschwitz auf einen Koffer aus den Niederlanden mit seinem Namen. Die Spurensuche beginnt. Jahrelange akribische Recherche führt ihn zu unbekannten jüdischen Wurzeln und zu seiner Tante Roosje.

„…Hamstern Sie Lebensfreude. Lassen Sie Ihre Kinder tanzen, auch an dunklen Tagen…“

Roosje Glaser war eine gefeierte Tänzerin in den 1930er Jahren, die von den Niederlanden aus Europa eroberte. Ihre Karriere wurde jäh beendet, als die Nationalsozialisten im Mai 1940 die Niederlande besetzten und wenige Monate später antijüdische Verordnungen und Gesetze erließen. Doch die selbstbewusste lebenslustige Frau ließ sich weder von persönlichen Schicksalsschlägen, noch vom Arbeitsverbot der Nazis abschrecken. Sie tanzte weiter, gründete heimlich ihre eigene Tanzschule, wurde verraten, verfolgt und endete wie 100.000 andere jüdische Menschen aus den Niederlanden in den Vernichtungslagern im Osten. Dort muss Roosje tagsüber die grausamsten Arbeiten verrichten und am Abend tanzt sie für die SS. Sie tanzt um ihr Leben und wird zur Tänzerin von Ausschwitz.

„Warum nur muss man erst ausgestoßen werden, bevor man auserwählt werden kann?“

Mit viel Glück entkommt Roosje der Hölle von Ausschwitz. Mit ihrer ansteckenden Lebensfreude und dem unerschütterlichen Willen, sich nicht dem Schicksal zu ergeben, rettete sie viele Mitgefangene davor sich selbst aufzugeben oder gar dem Wahnsinn zu verfallen.

Das Vermächtnis seiner Tante hat Paul Glaser in dem Buch „Die Tänzerin von Auschwitz“ niedergeschrieben. Durch zahlreiche Lesungen, einer ihr gewidmeten Ausstellung und die Gründung der „Roosje-Glaser-Foundation“ tanzt Roosje weiter und immer weiter… Schöner, trauriger und passender könnte der Abschluss dieser Wanderausstellung: „Gesichter und Geschichten-1700 jüdisches Leben in Deutschland“ nicht sein.


VORTRAG

20.11.2025 19:30 Uhr
Dr. Hans Hesse
Der Vortrag ist kostenlos
Keine Anmeldung erforderlich

 
 

Aktuelle Ausstellung

„1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“

„Das, was ich hier mache, ist illegal“

30 Jahre stolpersteine

Als der Bildhauer Gunter Demnig am 4. Januar 1995 in Köln begann, die sogenannten Stolpersteine zu verlegen, war nicht klar, ob sie nicht am nächsten Tag wieder herausgerissen werden würden. Demnig selber sagte: „Das, was ich jetzt mache, ist illegal“. 30 Jahre später liegen weltweit über 100.000 Stolpersteine. Anlass genug für einen Rückblick sowohl auf die Anfänge des Stolperstein-Projektes als auch die Einbettung des Projektes in das Œuvre Gunter Demnigs.

Der Vortrag geht aber auch auf eine bedenkliche Entwicklung ein: Stolpersteine waren von Anfang an Ziel von Zerstörungen und Schändungen. Gegenwärtig nehmen sie allerdings zu. Mit immer aggressiveren Methoden, wie z.B. 2024 in Weimar, als mehrere Stolpersteine mit dem Schriftzug „Juden sind Täter“ beschmiert wurden.

Der Kölner Historiker Dr. Hans Hesse beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit dem Thema, hat neben seinen Veröffentlichungen zahlreiche Stolpersteine selber initiiert und ist Putzpate eines Stolpersteins an seinem Wohnort.

Stolpersteine in Xanten

Öffentliche Kuratorenführung durch die Ausstellung: 16.11.2025 um 11:00 Uhr



  • 1
  • 2
  • 4